Damit ging der mit 5000 Euro dotierte Preis des Arbeitskreises Existenzgründungsinitiative, gestiftet von der Badenova und den Sparkassen und Volksbanken des Kreises, erstmals nach Waldshut und sogar in die Innenstadt: Das sei auch eine Stärkung für den Standort, freute sich OB Martin Albers in seinem Grußwort.
Rund 140 Gäste begrüßte Heinz Rombach, Vorstandsmitglied der Sparkasse Hochrhein, als Hausherr. Auch im Handwerk fordere und fördere der Wettbewerb innovativen Einsatz, betonte er mit Blick auf die Tatsache, dass die vorhergehenden Preise alle an EDV- und High-Tech-Firmen gingen.
Das Thema der Festrede, „Chancen für Marken“, rollte Walter Schweizer (Direktor von Marketing Ferrero Deutschland) immer mit Blick auf die Parallelen zwischen der Großproduktion von Süßigkeiten – seine Firma setze weltweit 5 Milliarden Euro jährlich um – und den Kleinherstellungsverfahren frischer Confiserieprodukte auf.
Peter Rau, Sprecher des Arbeitskreises Existenzgründerinitiative, versicherte, die Jury habe sich die Entscheidung über die Preisvergabe 2003 nicht leicht gemacht. Nachfolgegründungen seien insbesondere heute, da so viele Betriebe Nachfolger brauchten, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Das Unternehmerpaar Holzbach fühle sich mit Qualität, Frische und hoher Produktethik dem Handwerk verbunden und erhalte somit in schnelllebiger Zeit Werte und Stärken, die verloren zu gehen drohten. Neun Vollzeit- und zehn Teilzeitkräfte, dazu sechs Auszubildende umfasse der Personalstamm des „Ratsstüble“ mittlerweile.
Jörg Holzbach dankte nicht nur für den Preis, sondern auch für die umfassende Unterstützung, die er und seine Frau in Waldshut von jedweder Seite erhielten und noch erhalten: „Wir sehen uns in jeder Hinsicht bestätigt, dass unsere Entscheidung, hierher zu kommen, richtig war.“
Ingo Husemann, beim Landkreis für Wirtschaftsförderung zuständig, überreichte ein Kreis-Wappen auf Glas und meinte: „Wir brauchen noch viele Unternehmerpersönlichkeiten wie die Holzbachs.“ Im Kreis werden in den nächsten Jahren etwa 750 bis 1000 Unternehmer ihre Betriebe altershalber abgeben.
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